In Grundremmingen bei Günzburg steht für uns ein Einsatz an einem Mast an. Drei Traversen sollen demontiert und durch neue Bauteile ersetzt werden. Dafür planen wir den Einsatz unseres Liebherr LTM 1450-8.1. Mit unserem Autokran übernehmen wir die Hubarbeiten und unterstützen das Montageteam beim Ausbau der vorhandenen sowie beim Einheben der neuen Traversen.
Die Arbeiten führen uns auf Höhen zwischen 59,6 und 79,6 Metern. Neben den unterschiedlichen Bauteilgewichten müssen wir deshalb auch die Reichweite und Positionierung unseres Krans berücksichtigen. Für den gesamten Einsatz einschließlich Aufbau und Abbau sind fünf Tage vorgesehen.
Die Aufgabe: Vorhandene Traversen mit dem Autokran ausbauen und neue einheben
Traversen sind quer zum Mast angeordnete Bauteile. Bei diesem Projekt sollen drei dieser Bauteile ausgetauscht werden. Unser Autokran übernimmt dabei das kontrollierte Heben, Bewegen und Absetzen der Lasten. Die eigentliche Demontage und Befestigung am Mast erfolgt in Abstimmung mit dem Montageteam vor Ort.
Für den Ausbau ist vorgesehen, die jeweilige Traverse an den festgelegten Anschlagpunkten anzuschlagen und mit dem Kran zu übernehmen. Sobald das Bauteil durch das Montageteam zum Abheben freigegeben ist, kann es aus seiner Position herausgeführt und zum vorgesehenen Ablageplatz am Boden bewegt werden.
Beim Einbau der neuen Traverse läuft der Hub in umgekehrter Richtung ab: Der Autokran hebt das vorbereitete Bauteil vom Boden an, führt es auf die erforderliche Höhe und bringt es an die vorgesehene Montageposition. Dort unterstützt er das Montageteam, indem er die Traverse während der Positionierung und Befestigung hält. Der genaue Ablauf wird für die einzelnen Hubvorgänge vor Ort abgestimmt.
Drei Traversen auf unterschiedlichen Höhen
Die drei Traversen unterscheiden sich sowohl in ihrem Gewicht als auch in ihrer Position am Mast:
Traverse 1
Gewicht: 7,2 Tonnen
Höhe: 59,6 Meter
Traverse 2
Gewicht: 6,2 Tonnen
Höhe: 69,6 Meter
Traverse 3
Gewicht 3,5 Tonnen
Höhe: 79,6 Meter
Die schwerste Traverse befindet sich damit auf der niedrigsten der drei Arbeitshöhen. Die leichteste dagegen am höchsten. Für uns ergeben sich daraus unterschiedliche Anforderungen an die jeweiligen Hubbewegungen.
Entscheident ist nicht allein, wie schwer eine Traverse ist. Auch der Abstand zum Autokran und die erforderliche Höhe beeinflussen die Einsatzplanung. Hinzu kommen das Eigengewicht der Hakenflasche und die Anschlagmittel. Diese Lastanteile berücksichtigen wir zusätzlich zu den angegebenen Bauteilgewichten.
Autokran wird für die Hubarbeiten vorbereitet
Für den Traversentausch ist unser Autokran Liebherr LTM 1450-8.1 mit 54 Tonnen Gegengewicht vorgesehen. Zur geplanten Konfiguration gehören eine sieben Meter lange Spitze. Außerdem setzten wir laut Planung eine Hakenflasche mit einem Eigengewicht von 1400 Kilogramm ein.
Nach der Ankunft wird der Autokran auf der vorgesehenen Aufstellfläche positioniert und für die anstehenden Arbeiten gerüstet. Dabei müssen Kranposition, Abstützung und die geplanten Lastwege zusammenpassen. Die Konfiguration bildet die Grundlage für die weitere Abstimmung der einzelnen Hübe.
Vorbereitung am Mast vor dem Traversentausch
Bevor die Traversen ausgetauscht werden können, sind vorbereitende Arbeiten am Mast erforderlich. Die Beseilung wird im Vorfeld bauseits zum Mastschaft verschwenkt. Damit wird der Arbeitsbereich für die anschließenden Montage- und Hubarbeiten vorbereitet.
Auch die erforderliche Freischaltung ist vor beginn der Arbeiten vorgesehen. Zusätzlich wird für unseren Autokran ein Erdungskabel benötigt. Diese Voraussetzungen stimmen wir mit den Verantwortlichen ab, bevor die Hubarbeiten beginnen. Die Vorbereitung am Mast und unser Kranseinsatz greifen direkt ineinander. Erst wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind und die beteiligten den nächsten Arbeitsschritt abgestimmt haben, kann die entsprechende Traverse übernommen und bewegt werden.
Zusammenarbeit zwischen Kranfahrer und Montageteam
Beim Traversentausch kommt es auf die Abstimmung zwischen unserem Kranfahrer und dem Team am Mast an. Während der Autokran die Last bewegt und hält, begleitet das Montageteam das Lösen beziehungszweise das Einpassen der Bauteile.
Gerade beim Heranführen einer neuen Traverse an die Montageposition sind kontrollierte Bewegungen erforderlich. Das Bauteil muss so ausgerichtet werden, dass die vorgesehenen Verbindungspunkte zusammengeführt werden können. Unser Kran unterstützt diesen Arbeitsschritt, bis das Montageteam die Last zum Entlasten und Abschlagen freigibt.
Die Arbeiten in knapp 80 Metern Höhe machen die Kommunikation zu einem wesentlichen Teil des Einsatzes. Für jeden Hub müssen die Beteiligten wissen, welcher Schritt als Nächstes folgt und wann die Last bewegt werden kann.
Fünf Tage für den gesamten Kraneinsatz
Für Aufbau, Traversentausch und Abbau sind insgesamt fünf Tage angesetzt. In diesem Zeitraum soll unser Autokran die vorgesehenen Hubarbeiten an den drei Traversen übernehmen.
Der Einsatz in Grundremmingen bei Günzburg verbindet schwere Bauteile mit großen Arbeitshöhen und einer genau festgelegten Aufstellposition. Unsere Aufgabe besteht darin, die Traversen kontrolliert zwischen Boden und Mast zu bewegen und das Montageteam bei der Positionierung zu unterstützen.
Autokran für nächstes Bauprojekt anfragen
Sie planen einen Traversentausch, eine Kranmontage oder das Heben schwerer Bauteile? Wir unterstützen Sie dabei, den passenden Autokran für Ihr Vorhaben zu finden und den Einsatz vorzubereiten.
Dafür benötigen wir insbesondere Angaben zu Lastgewicht, Abmessungen, Hubhöhe und den Platzverhältnissen auf Ihrer Baustelle. Auf dieser Grundlage besprechen wir mit Ihnen die Anforderungen und die nächsten Planungsschritte.
Kontaktieren Sie uns für Ihren geplanten Kraneinsatz. Wir prüfen Ihr Vorhaben und erarbeiten mit Ihnen eine passende Lösung.